Ja es hat mal wieder wirklich lange gedauert bis ich etwas von mir hören lasse. Dies hat auch einige gute Gründe welche ich hier heute mal etwas genauer erläutern will. Nicht nur um mich zu rechtfertigen sondern vielmehr um euch, meine Leser, vor eventuellem Schaden zu bewahren!

Wie ihr wisst war ich Anfang des Jahres für sieben Monate in Elternzeit. Ich will das auch weder schlecht reden noch kritisieren aber wer sich überlegt in Elternzeit zu gehen sollte sich über einige Unwegsamkeiten im Klaren sein! So in meinem speziellen Fall geschehen mit der Targobank.

Dort war ich seit nunmehr 5 Jahren Kunde und war auch weitestgehend zufrieden, hatte dort meinen Kredit und mein Girokonto. Richtig – hatte!

Also von vorne: Im Dezember des letzten Jahres nahm die Überlegung in Elternzeit zu gehen Formen an. Und was liegt da näher als zu seiner Bank zu gehen und nach Möglichkeiten zu fragen. Also gesagt, getan, Termin gemacht und nachgefragt. Meine Frage an die Hausbank klang wie folgt: Ist es möglich die Raten zu meinem Ratenkredit (wie in der Werbung versprochen) für die dauer meiner Elternzeit (sechs oder sieben Monate) zu pausieren? Die Antwort der Bank war auch einleuchtend – klar geht das! Wir brauchen dann nur den Elterngeldbescheid und alles geht seinen Gang.

Nun liebe Leser, das klingt zu gut? Stimmt! Das Kind war da und ich fieberte dem Elterngeldbescheid entgegen. Dieser dauert übrigens zwischen vier und sechs Wochen nachdem denn endlich die Geburtsurkunde da ist. Also ich hatte Anfang März endlich alle Papiere beisammen und ging wieder zur Bank. Bis dahin liefen die Raten übrigens ungehindert weiter in meinem Fall eine Gesamtsumme von 1350€. Und was ich dann von „meiner“ Bank zu hören bekam schlug mir glatt die Latschen aus dem Schrank! Nein eine Stundung über diesen Zeitraum ist absolut nicht möglich! allerhöchstens zwei Raten können ausgesetzt werden und das wäre auch schon eine sehr kulante Sache! Okay dachte ich mir bringt ja alles nichts und irgendwie muss es ja weiter gehen also Lösungssuche! Die Lösung wurde auch relativ rasch gefunden! Also für die Bank, weniger für mich. Denn die Lösung sah dann vor die Raten zu halbieren (nicht etwa rückwirkend sondern zukünftig für die Dauer von 4 Monaten. Gleichzeitig wurde mir dann der Zinssatz angepasst. Von ursprünglich 5,4% auf 12,5% !!! Man braucht dabei kein Fachmann zu sein um zu bemerken, dass diese Kundennahe Bank die so sehr mit ihrer Kundenfreundlichen Kreditpolitik wirbt, einen so richtig saftig über den Tisch gezogen hat. Wer schon mal versucht hat einen Kredit zu bekommen weiß das es ohne drei aktuelle Gehaltsabrechnungen unmöglich ist. also für mich das Kredo „aussitzen“.

Direkt nach er Beendigung der Elternzeit bestand meine Aufgabe nun also aus Schadensbegrenzung. Neues Girokonto – hier wählte ich die Frankfurter Sparkasse 1822 in ihrer direktvariante. Der Kredit wird dann nun auch abgelöst. Durch einen mit 4,93% was 7,57% weniger Zinslast entspricht. Allerdings der Stress und die Rennerei die dadurch entstand das Rechnungen nicht gezahlt und Ausstände nicht beglichen werden konnten sind unbezahlbar.

Nun es soll ja auch noch um die Telekom gehen…
Ich habe zum ersten Februar meinen Telefon und Internetanbieter gewechselt. Ja ein solcher Schritt soll wohl überlegt sein, ich weiß… Nun ja auf jeden Fall entschied ich mich dabei für den Anschluss der Telekom. Genauer für den IP basierten Anschluss mit einer 16.000’er Leitung und meinen drei Telefonnummern.

Und schon begannen die Probleme! Man wird bei einem solchen Abschluss gefühlte einhundert Mal gefragt ob man denn IP-Fähige Hardware besitze. Ja klar, meine Antwort. Mein Router besitzt die Fähigkeit VOIP Gespräche Abzuwickeln. Darauf bekommt man dann von der Telekom gesagt – sehr gut dann sollte das Funktionieren! TUT ES NICHT!!! Denn der IP Anschluss der Telekom setzt auf das seltener verbreitete Annex J verfahren welches nur wenige Router beherrschen. Meine Lösung dieses Problems bestand dann darin mir Samstag vormittags, mal auf die Schnelle, eine Fritz!Box Fon WLAN 7390 zuzulegen. Nun war auch die Verständigung mit den Telekomservern wieder hergestellt.

Wer jetzt aber glaubt dass der Anschluss damit Störungsfrei funktionierte der irrt gewaltig! Ich sollte vielleicht noch dazusagen das mein Telefonanschluss als er noch von Vodafon bereitgestellt wurde über 3 Jahre absolut Störungs- und Ausfallfrei funktionierte. Nun bei der Telekom hatte ich im Schnitt 8-9 Verbindungsabbrüche pro Tag. Das ging dann soweit das am letzten Donnerstag (21.8.) mein Anschluss komplett ausfiel. Die Lösung brachte dann am Mittwoch (27.8.) der Telekomtechniker in Form einer neuen Telefondose. Es stellt sich nämlich heraus dass die älteren Modelle ebenfalls nicht mit dem „neuen“ IP-Anschluss der Telekom kompatibel sind. Nun wir haben jetzt Freitagabend und bisher funktioniert mein Anschluss noch Störungsfrei. Übrigens auch das erste Mal mit echten 16,1 Mbit/s bisher konnte ich froh sein wenn ich an die 12 Mbit/s kam. Allerdings habe ich heute früh festgestellt das meine Verbindung jetzt Störungsfreier arbeitet, dafür allerdings eine Verbindung über IPv6 gar nicht mehr möglich ist. SCHADE liebe Telekom – Ich dachte ihr wärt die Marktführer.

 Fazit: Mein Internet funktioniert stabiler und schneller, dafür nicht mehr so innovativ. Meine alte Hausbank hat zumindest einen Kunden weniger und steht dank Stündlicher anrufe eines automatisierten Sprachcomputers bis spät Abends auf meiner Blockierliste.

Alles in allem zwar verdammt nervig aber zum Glück fast vorbei!