Die Baureihe 145


Die Baureihe 145 geht auf den Prototypen 12X zurück, den AEG Hennigsdorf 1994 der Öffentlichkeit vorstellte und als 128 001 bei der DB erproben ließ. Die dabei gemachten Erfahrungen flossen in die Baureihe 145 ein. Kurz nach der Bestellung der Baureihe 145 wurde die AEG Schienenfahrzeugtechnik GmbH mit ABB-Henschel zur Adtranz fusioniert. Zur Rationalisierung der Fertigung und späteren Instandhaltung wurde die Baureihe 145 kurz vor dem vorgesehenen Baubeginn der Prototypen stärker der gleichzeitig entstehenden Baureihe 101 angeglichen. Dies betraf unter anderem die Umrichter, Leittechnik und Drehgestelle, aber auch die äußere Form[3]. 145 001 wurde am 10. Juli 1997 der Öffentlichkeit präsentiert. Ab dem 15. Januar 1998 lag die Bauartzulassung desEisenbahn-Bundesamtes vor, so dass die Serienlieferung von zunächst 80 Loks beginnen konnte. Die ersten zehn Lokomotiven entstanden noch im Adtranz-Werk Hennigsdorf, die weiteren 70 Einheiten im Werk Kassel. Buchmäßig sind sie alle im Betriebshof Seddin beheimatet (dort finden die mittelgroßen Wartungen und Reparaturarbeiten statt) und werden von dort aus deutschlandweit für DB Schenker eingesetzt. Ein geplanter Folgeauftrag unterblieb zu Gunsten der Zweisystemvariante BR 185 TRAXX F140 AC.

Baugleiche Loks wurden damals auch durch die Schweizer Privatbahn MThB als Re 486 bestellt. Nach deren Insolvenz wechselten die Loks dann zur SBB Cargo, die sie als Re 481 ausschließlich in Deutschland einsetzte. Inzwischen hat die SBB die Loks an MRCE verkauft, die sie wiederum hauptsächlich an die HGK, die die Loks schon zuvor in Zusammenarbeit mit derSBB eingesetzt hatte, vermietet hat. Fünf weitere Loks besitzt die HGK selbst. Dazu kommen zwei bei EKO Trans sowie je drei bei rail4chem und bei der RBH (RAG Bahn- und Hafenbetriebe).

Nummerierung: Staatsbahnen:

  • DB 145 001–080
    DB 146 001–031
  • SBB Re 481 001–006

dt. Privatbahnen:

  • 145-CL 001–031
    145-CL 201–206

sonstige:

  • MThB Re 486 651–656
Hersteller: ADtranz, Bombardier Transportation
Baujahr(e): 1997–2002[2]
Achsformel: Bo’Bo’
Länge über Puffer: 18.900 mm
Höhe: 4.385 mm
Breite: 2.978 mm
Drehzapfenabstand: 10.400 mm
Dienstmasse: 80,0/82,0¹ t
Radsatzfahrmasse: 20,0/20,5¹ t
Höchstgeschwindigkeit: 140/160¹ km/h
Stundenleistung: 4.200 kW
Dauerleistung: 4.200 kW
Anfahrzugkraft: 300 kN
Leistungskennziffer: 52,5/51,2¹ kW/t
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Antrieb: Tatzlager/Hohlwelle¹
Zugsicherung: PZB, LZB
¹: BR 146 Regionalverkehr

Quelle: Wikipedia